Die Chroniken von Azuhr 1

Originaltitel: Der Verfluchte

Autor: Bernhard Hennen

Verlag: Fischer Tor

Seiten: 570

Preis: 16,99€

Buch: Verlag

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Inhalt:

Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken.
Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird …

Cover:

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Meinung:

Der Schreibstil von Bernhard Hennen ist wirklich toll. Obwohl er viele Wörter benutzt, die man im normalen Sprachgebrauch nicht findet, kann man ihm immer gut folgen und fliegt praktisch durch das Buch! Bernhard Hennens Art zu schreiben ist wirklich angenehm und sorgt dafür, dass sich der Leser sofort in das Buch versetzen kann und praktisch alles selbst miterlebt. Wenn man seine Beschreibungen liest, hat man alles sofort vor dem geistigen Auge. Genau das finde ich bei Fantasybüchern sehr wichtig. Der Autor kann in dem Punkt vollkommen überzeugen, denn es entstehen sofort Bilder von den Charakteren und den Orten im Kopf. Toll ist auch, dass das Buch kapitelweise aus der Sicht von verschiedenen Charakteren erzählt wird, aber der Hauptcharakter, Milan, auch der Haupterzähler ist, und die Geschichte um ihn herum von den Anderen ergänzt wird.

Die Charaktere sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet und werden toll in die Handlung eingebaut und vorgestellt. Als Erstes haben wir Milan Tormeno, der noch ziemlich jung ist, aber schon in die Fußstapfen seines Vaters treten soll. Dies ist jedoch nicht das, was er im Leben vorhat. Er hadert schon lange mit dem Charakter und den Methoden seines Vaters und beginnt zu rebellieren. Die beiden Figuren, die noch am wichtigsten sind, sind Felicia, eine Diebin (und noch viel mehr), und die Konkubine Nok. Beide versuchen Milan zu verführen, wenn auch in unterschiedlicher Hinsicht. Felicia möchte, dass Milan ihrem Land hilft, was Verrat wäre und schreckliche Folgen hätte. Und Nok soll ihm währenddessen alles im Schlafzimmer beibringen. Wichtig sind auch die Volksmärchen, sogenannte Mären. Durch Magie erwachen diese Geschichten zum leben und tyrannisieren fortan die Menschen. Ehrlich gesagt finde ich diesen Teil der Geschichte am besten, da der Autor genial beschreibt und handeln lässt. Irgndwie erinnert es ein bisschen an Tintenherz, und dieses Buch habe ich geliebt, weshalb das Buch echt toll ist.

Bei der Handlung brauchte ich ehrlich gesagt etwas, um rein zu kommen. Aber das war nur ca. ein Kapitel, ging also wirklich schnell. Wichtig für die Handlung ist auch, dass die ersten 80 Seiten 53 Jahre vor der eigentlichen Geschichte spielen, und dieser als eine Art langer Einleitung dienen. Ich persönlich finde jedoch, dass man diese 80 Seiten auch gut hätte weglassen können, da die Sachen, die später damit in Verbindung stehen, winzig sind. Jedoch ist es spannend, denn man erfährt viel über die Stadt Arbora und ihren Untergang. Nach der Einleitung beginnt die Geschichte in Dahlia und begleitet Milan Tormeno, den jüngsten Sohn des Erzpriesters. Während sein Vater möchte, dass er ihm ins amt folgt, möchte Milan seinen Vater hingegen vor dem Volk bloßstellen und als alte Mär verkleidet ein Heiligtum aus der Kirche zu stehlen. Das gelingt ihm auch, doch auf der Flucht wird er von zwei Dieben gefasst, die ihm die geklaute Himmelsscheibe abnehmen. Doch sie behandeln Milan freundlich und er kann die Frau nicht vergessen. Und durch Zufall trifft er sie wieder, doch es stellt sich heraus, dass sie eine Spionin ist und eigentlich Milans Feindin. Doch er stellt sich auf ihre Seite und versucht, seinen Vater auszuspionieren. Durch Felicia stellt ihm noch eine Frau vor, Nok, die ihn unterrichten soll – in Liebesdingen… Und irgendwie bekommt er beide nicht mehr aus dem Kopf, doch dann muss er fliehen, vor seinem Vater und seinem Heimatland. Doch kann er Felicia vertrauen? Denn sie verbirgt irgendwas vor ihm. Doch was noch viel schlimmer ist – überall erwachen die alten Volksmärchen zum leben! Das Schlimme ist nur, dass alle Märchen böse sind…

Fazit:Ein großartiger Fantasyroman, der Jung und Alt begeistern kann! Bernhard Hennen überzeugt mit tollen Charakteren, einem fantastischen Setting und einer wunderbaren Geschichte… Dieses Buch kann ich jedem, der auch nur ein bisschen Fantasy liest, sehr empfehlen!

Sterne: 5 von 5

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

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